Das Erlebnis Sauna
Tipps für den richtigen Saunagang und Informationen über die wohltuenden Auswirkungen auf die Gesundheit.
Sie suchen Entspannung und Ruhe, wollen dem Alltagsstress entfliehen, etwas für die Gesundheit, Fitness und das allgemeine Wohlbefinden tun. Die eigene Sauna zu Hause kann, richtig angewendet, eine hervorragende Entspannungsinsel und Wellnessoase sein.
Sauna ist viel mehr, als täglich ein paar Runden um den Sportplatz oder den Trimmparcours zu absolvieren. Richtig angewendet, kann sie das Wohlbefinden positiv verändern.
Vorbereitung auf den Saunagang
Bitte gehen Sie nicht hungrig oder unmittelbar nach einer Mahlzeit in die Sauna. Beides mindert den Saunagenuss. Die wichtigste Voraussetzung für ein gelungenes Saunaerlebnis ist ein vernünftiges Maß an Zeit. Das bedeutet mindestens 2 bis 3 Stunden ohne Zeitdruck.
In der Sauna trägt man nichts weiter als die eigene Haut. Jedes Kleidungsstück oder Badetuch am Körper würde zu einem unangenehmen Hitzestau auf der Haut führen. Hier ist jeder nur er selbst und sollte ganz auf die eigenen persönlichen Empfindungen achten.
So unterschiedlich wie Menschen sind, so individuell wirkt die Sauna. Trotzdem ist die positive Wirkung der Sauna heute unumstritten.
Ablauf des ersten Saunagang
Man badet völlig unbekleidet. Vor dem Betreten der Kabine legt man Schmuck und Armbanduhren ab, da sich Metall stark erhitzt. Nach dem Toilettengang folgt eine gründliche Reinigung unter der Dusche. Anschließend frottiert man sich gründlich ab. Das regt die Durchblutung an und das erste Betreten der heißen Saunakabine ist angenehmer. Trockene Haut ermöglicht zudem ein schnelleres Schwitzen.
Ein Bad in der Wanne bei 40° Wassertemperatur ist für den Organismus belastender als die heiße Luft in der Sauna. In der Badewanne ist der Körper vom heißen Medium Wasser eingeschlossen und kann sich nicht gegen die Hitze wehren. In der Sauna reagiert der Körper durch Öffnen der Poren und Schweißabsonderung. Der Schweiß verdunstet in der Hitze der Saunakabine und sorgt für Kühlung durch Verdunstung.
In der Saunakabine
Beim Betreten der Saunakabine sollte man nur auf das eigene Empfinden achten. In der Sauna gibt es ein starkes Temperaturgefälle. Die gewohnten 90 bis 100 °C sind direkt unter dem Saunadach zu finden. Die Temperatur nimmt nach unten hin ab, sodass am Fußboden deutlich geringere Temperaturen herrschen. Man kann daher beruhigt auf der untersten oder mittleren Liege Platz nehmen – idealerweise auch mit den Füßen auf der Liege.
Durch die Wärme rötet sich die Haut, was ein Zeichen verstärkter Durchblutung ist. Das Blut nimmt die Wärme auf und transportiert sie in den Körper. Die Blutgefäße weiten sich, das Blut fließt schneller und die Pulsfrequenz erhöht sich. Da das Herz nicht mehr gegen den Widerstand engerer Blutgefäße arbeiten muss, versorgt es alle Organe besser mit Nährstoffen. Die Nieren werden besser durchblutet und Schadstoffe werden abgebaut. Über die Schweißdrüsen und den Stoffwechsel wird der Körper entschlackt.
Ein Saunagang sollte zwischen 8 und 12, höchstens aber 15 Minuten dauern. Beim Aufenthalt erhöht sich die Körpertemperatur leicht (um etwa 1 bis 1,5 °C). Die Untergrenze von 8 Minuten ist kein Muss, gibt dem Organismus aber Zeit für die positiven Reaktionen.
Kurz bevor man die Sauna verlässt, setzt man sich aufrecht hin, damit sich der Kreislauf an die Haltung anpasst. Danach verlässt man die Kabine in Ruhe und schließt die Tür.
Abkühlung und Ruhephase
Nach der Sauna sollte man keinesfalls sofort ins kalte Wasser springen. Da die Blutgefäße geweitet sind, würde schlagartiges Kaltwasser zu Verkrampfungen führen.
Gehen Sie stattdessen erst einige Minuten an die frische Luft und atmen Sie ganz normal weiter. Nach dieser kurzen Anpassung folgt der Abguss mit leitungskaltem Wasser über einen Kneippschlauch: Man beginnt am rechten Fuß langsam hoch zur Hüfte, dann vom linken Fuß aus, gefolgt von den Armen und schließlich dem Rumpf. Das kalte Wasser transportiert Wärme ab und sorgt für ein Gefäßtraining, indem sich die Gefäße wieder zusammenziehen. Das stärkt die Abwehrkräfte.
Nach dem Abkühlen ist ein warmes Fußbad (ca. 36–38 °C) sehr angenehm. Durch den Wärmeimpuls an den Füßen weiten sich die Gefäße wieder reflexartig, was ein wohlig warmes Gefühl über den ganzen Körper ausbreitet.
Anschließend folgt die Ruhephase in einem Ruheraum. Auf einer Liege entspannt sich nach der Muskulatur auch der Geist. Diese Ruhephase sollte mindestens so lange dauern wie der Saunagang selbst (8 bis 15 Minuten).